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Himba

" Ein ganz besonderer Chihuahua "

 

 Liebe Zweibeiner,

 

mein Name ist Himba, na ja, eigentlich Fame - Himba from Smallville. Ich möchte euch von meinem spannenden Leben erzählen und von meinem Beruf. Ja, ihr habt richtig gehört, ich habe einen wirklichen Beruf.

Ich kam am 14.11. 2008 in Dähre bei Sandra zur Welt und das als erster von vier Welpen. Obwohl ich die Erste war, war ich auch die Kleinste des Wurfes. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat man es da nicht so leicht und muss sich immer durchsetzen. Ziemlich schnell wurde mir bewusst, dass dieser ewige Machtkampf ätzend ist und ich entwickelte meine eigene Strategie, die ich bis heute erfolgreich nutze und perfektioniert habe. Ich kann ein ganz tolles Geräusch machen, wenn ich etwas durchsetzen will und das klappt einfach immer. Sandra nahm mich dann als Welpe auf den Arm und meine neue Mama hat es auch so gemacht – so bin ich immer super beschützt.

Meine Geschwister waren sehr schnell vermittelt, nur ich war noch da. Aber - welch ein Glück! Meine neue Mama wollte unbedingt einen Hund, der die Farbe black & tan trägt. Nun ja, ehrlich gesagt sollte es ein Rüde sein und erst zum Frühjahr in die Familie kommen. Als sie mich dann auf dem Foto sah, war es um sie geschehen. Sie hat sich hoffnungslos in mich verliebt. Mein neuer Papa und meine neue Menschenschwester drängten dann zum Anruf bei Sandra. Und so kam es, dass sie sich für mich entschieden hat.

Ich hörte oft, wenn Sandra mit meiner neuen Mama, der Mandy, telefonierte. Im Januar war es dann soweit: ich sollte meine neue Familie zum ersten Mal sehen. Ich war ganz schön aufgeregt, denn man weiß ja nie, in was man so hineingeraten kann. Als sie dann wirklich vor mir stand, sagte mir mein Herz sofort, dass ich meine neue Mama für immer beschützen wollte. Der Rest der Familie machte auch einen ganz netten Eindruck. Allerdings rochen sie sehr komisch und im Gespräch stellte sich heraus, dass vier weitere Fellkinder zur Familie gehörten: Katzen.

Da meine Familie im Februar noch für ein paar Tage in den Urlaub wollte, entschieden wir gemeinsam, dass ich etwas länger bei Mama Carry und Sandra bleiben durfte. Das war auch ganz gut, denn wie ihr ja wisst, war ich winzig und zart. Am 9. Februar war es dann soweit: ich wurde abgeholt, obwohl meine neue Mama sehr krank und schlapp war.

Als ich mich dann verabschiedete, war es schon komisch, aber ich kam in eine Kuschelbox mit Lammfell und Duft nach Mama. Sofort fühlte ich mich wohl. Die Fahrt war auch in Ordnung und als wir in mein neues Zuhause kamen, fühlte ich mich schon ganz wohl. Als mich dann die Katzen begutachteten, hatte ich richtig Angst, aber ich merkte schnell, dass sie eigentlich, für Katzen, recht nett waren.

Nun mussten noch Koffer ausgeräumt werden, Sarah, meine zweibeinige Schwester, musste zum Kieferorthopäden und Mama brauchte gute Medikamente. Gegen Abend kamen dann alle zur Ruhe und ich rollte mich auf Mamas Schoß ein. Als es ins Bett ging, musste ich in meine Kuschelhöhle, was ich echt blöd fand. Ich wollt bei Mama bleiben und protestierte. Leider blieb Mama hart. Wenigstens ließ sie den Verschluss auf und steckte ihre Hand hinein. Gegen Morgen, der Papa war schon zur Arbeit, die Mama schlief, kämpfte ich mich, unter Aufbieten meiner gesamten Kräfte, ins Bett und kuschelte mich in Mamas Arm. Ich war so stolz auf mich, denn wenn ich mir etwas in den Kopf setze, schaffe ich es auch. Als Mama erwachte, hättet ihr ihr Gesicht sehen müssen: ein Ausdruck von Staunen und stiller Bewunderung. Leider nutzte mir das alles nichts, denn umgehend verschwand ich in meiner Kuschelhöhle.

Der Tag war aufregend und ich gewöhnte mich an alles Neue. Nun müsst ihr wissen, dass das gar nicht so schwer war, weil mich alle liebten und verwöhnten. Zwei Wochen war ich mit Mama zu Hause, da die Angina echt schlimm war. Wir genossen unser Zusammensein und ich war glücklich. Schlief die Mama, schlich ich mich ins Bett. Zu diesem Thema erzähle ich etwas mehr. Es war bis dahin mein größter Kampf und ihr werdet es erraten: ich gewann ihn. Der Papa gab allerdings nach. Er sagte, dieses Rein und Raus würde um die Länge nerven und der kleine Hund fiele doch nicht auf. Mama war da ein härterer Brocken, aber irgendwann, so Ende März, hatten wir sie überzeugt. Der Papa hat es inzwischen gewiss bereut, denn ich beschütze die Mama sehr und da passiert es doch schon mal, dass ich ihn anknurre und leicht zwicke. MAMA GEHÖRT NUR MIR!

 

Dann war Mama gesund und es ging zur Arbeit. Dazu müsst ihr wissen, dass die Mama Lehrerin ist und mich mit in die Schule nimmt. Mann, war das ein Krach! Ich glaubte, im Irrenhaus gelandet zu sein. Und dann die vielen Gerüche und Gesichter. Alle waren von mir entzückt und in den Pausen bekam ich immer Besuch. Manchmal nervte das. Aber Mama war da und ich lernte Angelika, die Sekretärin der Schule, kennen und lieben. So mussten wir nie allein sein. Die Zeit verging, ich wuchs heran und lernte viel. In den Sommerferien flogen wir sogar zusammen auf die Insel Kos nach Griechenland. Auch dort war ich der absolute Knaller. Alle mochten mich und ich fand es toll, am großen Meer zu sein. Ich durfte Schlauchboot und Moped fahren und das war echt witzig. Die Sommerferien vergingen und im September sagte Mama dann, dass es jetzt in die Hundeschule ginge.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was da abging. Die meisten Hunde waren riesig, Dobermann, Labrador und CO. Nur ein Hund war nicht so riesig. Glücklicherweise war Mama da, die mich beschützte. Dann mussten wir lernen. Mama wollte die komischsten Sachen von mir. Ich sollte „Sitz!“, „Platz!“ und so ein Zeug machen. Ich kam mir total blöd vor und wollte das alles nicht. Da hatte ich mal wieder nicht mit Mamas Beharrlichkeit gerechnet. Immer wiederholte sie die blöden Übungen mit mir und wenn ich mitmachte, gab es was Leckeres. Nun ja, ich bin auch nur ein Hund und ich liebe Mama so sehr, also tat ich, was sie von mir verlangte. Im Laufe der Wochen und Monate stellte ich fest, dass es gar nicht so blöd war und ich merkte, wie stolz die Mama immer war, wenn ich etwas ganz toll machte. Außerdem bekam ich immer mehr Spaß an der Sache und die Mama kümmerte sich dann nur um mich.

Mama musste auch viel schriftlichen Kram erledigen und so schufteten wir beide. Der größte Hammer kam aber noch. Meine Mama hatte sich auf eine neue Schule beworben und bekam die Stelle. Da waren wir Zwei eine Zeit lang an der alten Schule und an der neuen. Mann, war das aufregend und stressig. Zum Glück hatten mich auch gleich alle lieb und machten mir die Umstellung leicht. Inzwischen sind wir ein Jahr dort und ich habe meine Leute, die ich sehr lieb habe.

 

Aber zurück zu meiner Berufsausbildung. Ich lernte alles. Ich musste mich mit den riesigen Hunden abgeben, am Rollstuhl und an Stützen laufen, an ratternden Einkaufswagen, musste Pfötchenabdrücke machen lassen, 20 Minuten vorm Einkaufszentrum liegen und mich nicht aus dem Kommando „Bleib!“ befreien, Intelligenzspiele spielen, hüpfen, kriechen, Leckerlis suchen, fremde Menschen küssen ( Ihhh!!!), apportieren und vieles mehr. Es war echt anstrengend. Die Mama musste Tests und eine dreistündige Prüfung schreiben. Am Ende gab es noch zwei Videodrehs, die mich bei der Arbeit mit Menschen zeigen. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich liebe meinen Job und kann fast immer bei Mama sein, denn wir sind jetzt ein Therapiebegleithundeteam und unser Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Nun soll noch einer sagen, wir Chihuahuas sind nur Schmuse - und Modehunde. Wir können so viel mehr, man muss es uns nur zutrauen. Ich saß im Sommer sogar mit der Mama auf einem Shire- Horse und bin mit ihr geritten.

Noch eins in eigener Sache. Hundeklamotten finde ich richtig öde. Wir sind stolze, intelligente Tiere und stammen, so wie alle anderen Hunde, vom Wolf ab. Lasst uns einfach Hund sein und erkennt, was in uns steckt!

 

In diesem Sinne, eure Himba.


von Mandy Duray

 

Wir Danken Dir für diese  tollen Zeilen 

Christian & Sandra

 

                          

                                                   Mama hat sich in mich verliebt !                                                        

 

 

 

                                                                             mit meinen Geschwistern

 

 

                                                                            mit Kater " Sharin " 

 

 

in Griechenland

 

 

 wehe es kommt Mama einer zu Nahe

 

 

 

 

 

 

hoch zu Ross - war das ein Gaudi

  

 

 

 

mit meinen Mittstreitern 

                                                                        

 

     

                                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Himba & Ocean of Hope

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